Jutta Himmighofen-Strack

Machen Sie sich Ihr eigenes Bild!

Vom Meilenstein zur B3a Friedberg, Juni 2011

Kunde: Stadt Friedberg
Leistungen: Konzept, Organisation, Pressearbeit

FRIEDBERG. Kulturhistorisch gesehen hat Friedberg seit Jahrhunderten eine 1A-Lage, schließlich liegt die Kreisstadt der Wetterau an strategisch wichtigen Knotenpunkten. Nicht direkt an der Via Regia – der mittelalterlichen Handelsstraße und heutigen Namensgeberin des aktuellen Projektes der KulturRegion Frankfurt RheinMain -, aber immerhin an den „Langen Hessen“ gelegen, die als Zubringer der Königsstraße dienten. Am 19. Juni war die einmalige Gelegenheit sich selbst auf den Weg zu machen.

Nur auf den ersten, oberflächlichen Blick scheint es, dass Wege lediglich Verkehr von A nach B transportieren. Beim näheren Hinsehen erschließt sich doch sehr schnell, dass Begriffe wie Ankommen und Weggehen, Heimat und Fremde, Unterwegssein und Verweilen auch in eine umfassende Betrachtung gehören. Die Zeitreise begann im Wetterau-Museum mit dem Besuch der Ausstellung „Archäologie entlang der B3a“, in der die Besucher die Ergebnisse der Ausgrabungen rund um Friedberg entdecken konnten und eine Einführung zu Straßen und Wegen erhielten, die im Verlauf der B3a-Trasse auf eine lange Tradition zurückblicken können.

So optimal vorbereitet begann dann der zweite Teil der Veranstaltung. Im Oldtimer Bus Setra S 12 der Firma Kässbohrer bewegten sich die Gäste tatsächlich auf Friedbergs alten Handelswegen und Fernstraßen. Bürgermeister Michael Keller nahm die Rolle des Reiseleiters ein und zeigte Einheimischen und Fremden „sein Friedberg“ bei einer ca. 1stündigen Bustour.
Beim abschließenden letzten Teil der Veranstaltung in der Buchhandlung Bindernagel durfte es noch mal richtig kontrovers zugehen. Was hat sich Friedberg über die Jahrhunderte bewahrt, welche Bedeutung hat das kulturelle Erbe der Stadt für die junge Generation und welche Rolle spielt all dies bei der Stadtgestaltung? Darüber diskutieren: Extremkletterer Jens Eisenkrämer, der Filmemacher Christoph Strunk, Bürgermeister Michael Keller .Moderiert wurde die Veranstaltung von Jürgen Wagner, Redakteur der Wetterauer Zeitung. Christian Herrmann las kleine Passagen aus dem Buch „Hering mit Lakritzen“ in dem Jürgen Wagner Schriftsteller, Historiker, Journalisten, Künstler, aber auch Personen anderer Professionen die sich „ihrer“ Wetterau literarisch angenähert haben, zu Wort kommen lässt.

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