Jutta Himmighofen-Strack

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Industriekultur Rhein-Main: Von der Schautafel zum Computer Friedberg, August 2010

Kunde: E.ON Kraftwerk Staudinger
Leistungen: Konzept, Organisation, Pressearbeit

GROSSKROTZENBURG. Vom 10. bis 15. August 2010 fanden in der Rhein-Main-Region zum neunten Mal die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ statt. Auch in diesem Jahr gehörte das E.ON Kraftwerk Staudinger zu den Programmmachern und führte die Gäste unter dem Titel „Von der Schautafel zum Computer“ auf eine Zeitreise in die 70er Jahre. 
Normalerweise steht er in Friedberg und ist der Stolz seines Besitzers, eines Rechtsanwaltes im Wetteraukreis: Der Oldtimer S 12. Liebevoll über fast drei Jahre restauriert und wohl einer der ganz wenigen in Europa, die über eine Zulassung verfügen. Am Sonntag durften die insgesamt 172 Gäste mit ihm die erste „Sightseeing-Tour“ über das Gelände des Kraftwerks erleben. Kurzer Stopp an der Rauchgasanlage, dann zu den Kühltürmen, nächster Halt an der Gipshalle und dann direkt vor das neue Kohllager und die Verteilerstation. „Der Bus eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten“, schwärmten Julia Katzenbach-Trosch und Heike Walleter von der Öffentlichkeitsarbeit des Kraftwerkes. Auch ein Abstecher unmittelbar vor das Hafenbecken war kein Problem, bevor es dann zu der alten E-Leitwarte ging.Und hier erfuhren die Gäste, was Uschi, Frau Dr. Staudinger, Blindstrom und Katja Epstein verbindet: Das Arbeits- und Lebensgefühl der 70er Jahre.
Die Schauspieler des Frankfurter Ampere Theater sorgten dafür, dass die im Original erhaltene E-Leitstelle noch einmal zur Arbeitsstätte wurde und dies im wahrsten Sinne des Wortes mit einer großen Portion Energie. Tempo- und effektreich inszenierten sie einen Teil des damaligen Arbeitstages und erweckten die E- Leitstelle wieder zum Leben. Typische Kostüme, Musik und Ausstattung versetzten die Kraftwerksbesucher zurück in die 70er und man hörte mehr als einmal ein wehmütiges „Weißt du noch…“ aus dem Zuschauerraum. Anschließend ging es weiter mit dem Oldtimer zu den Blöcken 4 und 5 .Hier konnten die Teilnehmer der Zeitreise im dortigen Kontrollraum unmittelbar vergleichen, wie sich Leitstellen in den letzten 30 Jahren verändert haben. Statt vieler Knöpfe, Regler und Meldetableaus gibt es komplexe Softwareprogramme und große Computerbildschirme. Zum Abschluss ging es hinauf zum Kesselhausdach. Auch wenn die Sicht getrübt und nicht bis zum Spessart reichte, ist allein der Blick auf das Kraftwerksgelände immer wieder beeindruckend. Von hier aus konnten die Gäste den Weg der Kohle vom Hafen oder von der Bahnstation über das Verteilerwerk bis zum neuen Kohlelager gut nach vollziehen.Zum Ende der Zeitreise gab es für jeden Teilnehmer noch ein Proviantbeutel „Die 70er zum Schmecken“ mit typischen 70er Jahre Genüssen.

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