Jutta Himmighofen-Strack

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Mit der Dampflok ins Kraftwerk Friedberg, August 2008

Kunde: E.ON Kraftwerk Staudinger
Leistungen: Konzept, Organisation, Pressearbeit

GROSSKROTZENBURG. Zum sechsten Mal fanden die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ der KulturRegion Frankfurt Rhein-Main statt. Und auch in diesem Jahr war das E.ON Kraftwerk Staudinger wieder mit einem eigenen Programmpunkt dabei. Unter dem Titel „Mit der Dampflok ins Kraftwerk“ lud das Kraftwerk Staudinger zusammen mit der Museumseisenbahn Hanau, dem Förderverein des Dampfmaschinenmuseums Hanau und dem Frankfurter Ampere Theater zu einer Veranstaltung rund um das Thema „Dampf“ ein. Die insgesamt 300 Plätze waren knapp eine Woche vor der Veranstaltung vergriffen.

Eine bunte Mischung von Teilnehmern, die sowohl aus der unmittelbaren Umgebung des Kraftwerkes kamen als auch aus dem kompletten Rhein-Main-Gebiet und zum Teil sogar aus den benachbarten Bundesländern Bayern und Rheinland-Pfalz. Los ging es gegen 11.15 Uhr im Frankfurter Hauptbahnhof. Hier startete die Hanauer Museumseisenbahn mit ihrer Dampflok aus dem Jahre 1943 in Richtung Kraftwerk Staudinger mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 80 km/h. Zusteigemöglichkeiten gab es aber auch in Offenbach und in Hanau. Nach einer Fahrtzeit von ca.1 Stunde fuhr dann die Lok, die lange im Dienst der Deutschen Reichsbahn war, auf den betriebseigenen Gleisen direkt im Kraftwerk in Großkrotzenburg ein. Hier trafen die Gäste auf weitere – große und kleine, alte und neue – Dampfmaschinen. Im Rahmen einer Kraftwerksführung können die Gäste einen Blick auf die großen Dampferzeuger der Stromfabrik werfen. Außer den Kesseln sahen die Besucher aber auch den kompletten Rest der Industrieanlage: Den Hafen mit dem Kohlelagerplatz, das Gipslager, die Turbinenhalle und fuhren auf das Kesselhausdach, von wo aus der Blick bei guter Sicht sogar bis zum Spessart reicht. Wie man früher aus Kohle Dampf machte und dabei Energie erzeugt, demonstrierte der Förderverein des Dampfmaschinenmuseums Hanau. So konnte man unter anderem auch einen stehenden Dampfkessel mit einer kleiner liegenden Dampfmaschine (Bj.1906) sehen, die von einem Generator angetrieben wurde und so beispielhaft das Funktionsprinzip vom „großen“ Dampfkraftwerk Staudinger demonstrierte.Mit einer klassischen Dämpfkolonne sorgte der Verein außerdem für das Mittagessen, dass für die Gäste kostenlos war. Stattdessen hatte der Veranstalter eine Spendenbox für die Martin Luther Stiftung in Hanau aufgestellt. Die möchte für ihren Therapiegarten für Menschen mit Demenz ein Sonnensegel anschaffen. Abgerundet wurde das Programm durch Auftritte des Improvisationstheaters Ampere aus Frankfurt. Hansi, Hermine und Heidi sorgten als „Sondermitarbeiter“ an diesem Tag ebenfalls für mächtig Dampf. Die Veranstaltung endete gegen 15.30 Uhr. Dann ging es mit der Dampflok wieder zurück nach Frankfurt. Die hatte an diesem Tag fast vier Tonnen Kohle verbraucht. Denn so viel brauchte die Lok für das Anheizen und die Bahnstrecke. .

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