Jutta Himmighofen-Strack

Machen Sie sich Ihr eigenes Bild!

Wenn die Chemie stimmt – Kinder im Kraftwerk Friedberg, August 2011

Kunde: E.ON Kraftwerk Staudinger
Leistungen: Konzept, Organisation, Pressearbeit

Vom 2. bis 7. August 2011 fanden in der Rhein-Main-Region zum neunten Mal die „Tage der Industriekultur Rhein-Main“ statt. Auch in diesem Jahr war das E.ON Kraftwerk Staudinger wieder mit einer eigenen Veranstaltung vertreten. Passend zum Schwerpunktthema „Chemie“ lud das Kraftwerk in diesem Jahr ausdrücklich Kinder zum Staunen und experimentieren am 7. August ein. Und die kamen. Fast 140 Kinder im Schnitt zwischen acht und zwölf Jahren, begleitet von ihren Eltern, fanden den Weg ins Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg.


Das Interesse war so groß, dass sich die Mitarbeiter kurzfristig entschlossen, zusätzlich zu den Führungen am Nachmittag auch vormittags zwei Kindergruppen durch das Kraftwerk zu begleiten. Ausgerüstet mit Laborkittel, Sicherheitsbrille und Helm und nach einer kurzen Einführung, wie so ein Kraftwerk überhaupt funktioniert, ging es zu den einzelnen Mitmachstationen. Hier warteten die Dortmunder Physikanten und Staudinger-Mitarbeiter, um gemeinsam mit den Kindern zu erforschen, was im Inneren eines Kraftwerks so alles passiert. Und so erfuhren die Kinder, warum die Dampfturbinen sauberes Wasser brauchen und testeten selbst die Leitfähigkeit des Wassers bei unterschiedlichem Salzgehalt. Mächtig Spaß hatten alle beim Bauen der Wasserraketen. Während die Plastikwasserflaschen durch die Luft flogen, konnten die Kinder erfahren, welche Kraft Wasser hat, wenn man ihm nur richtig Druck macht. An der Mitmachstation zum Thema Kohle ging es darum, wie schwierig es ist, diese zum Brennen zu bringen. Allen war danach klar, warum die Kohle im Kraftwerk deshalb zunächst zu ganz feinem Staub gemahlen werden muss. Im Maschinenhaus von Block 4 drehte sich alles um das Thema Energie. Die Kinder bastelten mit einer Batterie, einem Magneten, zwei Schrauben und einem Kabel den einfachsten Elektromotor der Welt. Auch das Thema Rauchgasreinigung stand auf dem Programm. Die Kinder erfuhren, dass die Abgase des Kraftwerks unter anderem mit flüssigem Kalksteinmehl geduscht werden und dass hierbei als Restprodukt jede Menge Gips entsteht, der in der Bauindustrie verwendet wird. An der Mitmachstation direkt vor der Gipshalle konnten sich die kleinen Wissenschaftler einen bleibenden Eindruck selbst anfertigen: einen Gipsabdruck zum Mitnehmen.Wie bei allen Führungen gehörte auch gestern der Blick vom Kesseldach dazu, bevor sich die Teilnehmer nach fast drei Stunden verabschiedeten. Nicht ohne den Wunsch gegenüber den Mitarbeitern des Kraftwerks zu äußern, dass solche Führungen in Zukunft häufiger angeboten werden sollten.

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