Jutta Himmighofen-Strack

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100 Jahre Bahnhof Friedberg Friedberg, Dezember 2013

Kunde: Stadt Friedberg
Leistungen: Organisation, Pressearbeit

Der Friedberger Bahnhof wurde in diesem Jahr 100 alt. Ein Grund zu feiern für die Stadt Friedberg, die Deutsche Bahn, die VGO, den ZOV und den RMV. Gemeinsam luden sie am 2. November von 13 bis 18 Uhr zu einem bunten Programm in den Friedberger Bahnhof ein. Höhepunkt ist eine Ausstellung in der Unterführung zu den Gleisen, die auf fast 36 Metern die Eisenbahngeschichte Friedbergs darstellt. Die Ausstellung ist bis auf weiteres zu besichtigen.

Der 10. März 1850 war für Friedberg ein bedeutendes Datum. Mit der Eröffnung der Teilstrecke der Main-Weser-Bahn von Frankfurt am Main nach Friedberg ging auch der erste Bahnhof in Betrieb. Die Haltestation war als Durchgangsbahnhof ausgelegt und stand auf dem Gelände des heutigen City-Parkhauses „Alter Bahnhof“. Etwa 60 Jahre später wurde er durch den heutigen Bahnhof ersetzt, der am 10. August 1913 seinen Betrieb aufnahm und nunmehr sein 100jähriges Bestehen feiern kann. Die Stadt Friedberg präsentiert aus diesem Anlass auf fast 36 Metern in der Unterführung des Bahnhofes. die wechselvolle und spannende Geschichte der Friedberger Station. Die vom Stadtarchiv Friedberg konzipierte Ausstellung, zu deren Gelingen maßgeblich auch Frank Trumpold vom Verein Oberhessische Eisenbahnfreunde beigetragen hat, wurde am Samstag um 14 Uhr offiziell eröffnet und ist auch über den Jubiläumstag hinaus zu sehen sein.
Als Einstimmung zum Bahnhofsfest gab es eine öffentliche Talkrunde zum Thema „Die Zukunft des Friedberger Bahnhofes“ in der Schalterhalle. Eingeladen waren Bürgermeister Michael Keller, Landrat Joachim Arnold, Dr. Klaus Vornhusen, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für das Land Hessen, Ulrich Kipp, Leiter des Bau- und Anlagenmanagement der Bundesbahn und ein Vertreter des RMV. Moderiert wurde der Talk von Roland Meuschke, Leiter des Bahnhofsmanagement Gießen. Im Anschluss daran übernahm ein Vertreter der Runde den offiziellen „Anschnitt“ der Torte im Konterfei des Friedberger Bahnhofs. Auch auf den Bahnsteigen war einiges zu entdecken. Unter anderem präsentierte sich dort die Eisenbahner Gewerkschaft, die ohnehin im Friedberger Bahnhofsgebäude ihr Domizil hat. Auch VGO und RMV waren mit von der Partie, zeigten ihr Leistungsspektrum und luden in die Blue-Box ein. Hier wurden die Besucher vor der Bluescreen fotografiert und innerhalb weniger Sekunden entstanden realistische Fotomontagen als Postkarten.
Ein wenig Nostalgie verströmte Ulf Berger. Der Eigentümer des traditionellen Lederwarenfachgeschäftes Steck auf der Kaiserstraße trug im historischen Kostüm an diesem Nachmittag Ankommenden und Abreisenden das Reisegepäck und zeigte die neueste Koffermode auf Gleis und zwei und vier.
Doch was wäre ein Bahnhofsfest ohne Zugfahrten. Der Verein Oberhessischer Eisenbahnfreunde bot Pendelfahrten mit einem Schienenbus zum Güterbahnhof an. Platz war genug. Immerhin konnten in die sogenannten „Retter der Nebenbahnen“ 50 Personen einsteigen. Und wer dann immer noch nicht genug hat, der konnte sich auch noch die kleine Fotoausstellung in einem der am Bahnsteig abgestellten Fahrzeuge der Eisenbahnfreunde ansehen oder sich von Zarin Alexandra in das Jahr 1910 entführen lassen, in dem die Zarenfamilie fast acht Wochen Gast des damaligen Großherzogs Ernst Ludwigs in Friedberg war.
Den Abschluss bildeten die Gitarristen des Ensembles „Stabile Saitenlage“ der Musikschule Friedberg.

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