Jutta Himmighofen-Strack

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Bergfidel – eine Schule für alle Friedberg, Mai 2013

Kunde: Stadt Friedberg
Leistungen: Organisation

Film- und Diskussionsabend »Berg Fidel – eine Schule für alle“ mit der Filmautorin Hella Wenders am 15. Mai um 20 Uhr im Kinocenter Friedberg.„‘Berg Fidel – eine Schule für alle‘ ist ein ruhiger Film, in dem sich die Dinge selbst erklären. Irgendwie ist er sicher ein Plädoyer für die Gesamtschule, aber ein leises, das alle fünf Sinne beisammen hat und ein Weltbild im Herzen, in dem der Zusammenhalt im Mittelpunkt steht; in Berg Fidel, hat man Eindruck, ist jedes dieser Kinder die vollkommenste Version seiner selbst“, so die Filmkritik.“..

Hella Wenders, die Autorin des Films – eine Nichte des bekannten Regisseurs Wim Wenders – wird bei der Aufführung des Films in Friedberg anwesend sein, über den Film sprechen und sich der Diskussion stellen. Der Dokumentarfilm aus dem Jahre 2011 begleitet die vier Schüler David, Jakob, Lucas und Anita an der Grundschule Berg Fidel in Münster. An dieser Schule gehören alle dazu: Hochbegabte oder Lernschwache, geistig oder körperlich Beeinträchtigte oder eben auch die »ganz normalen«. In Hella Wenders Filmdokumentation kommen die Kinder zu Wort. Die von ihr porträtierten Protagonisten erzählen mit Witz und Charme aus ihrem Schulalltag und sagen in ihrer unvergleichlichen Weise mehr als so mancher Erwachsene über den pädagogischen Ansatz der Inklusion. Der Film zeigt, wie die Kinder von- und miteinander lernen. Der Zuschauer sieht alltägliche Abläufe wie den Küchendienst oder die Sitzung eines Klassenrates, in dem David als Vorsitzender mit den anderen Mitschülern gemeinsam über schlechtes Benehmen anderer Mitschüler berät. Hella Wenders: »Als ich zum ersten Mal den Klassenrat der Grundschule Berg Fidel erlebt habe, war ich sehr beeindruckt, wie selbstständig die Kinder dort ihre Probleme lösen. Auch das Lernen in den altersgemischten Klassen schien wie von allein zu gehen“.

Inklusion ist nicht allein Thema für alle die sich in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen damit auseinandersetzen, sondern es ist auch ein Thema, das unmittelbar das gesellschaftliche Selbstverständnis spiegelt – und insofern richtet sich der Film an eine möglichst breite Öffentlichkeit.

Die Filmvorführung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Friedberg und des Bildungsforums im Stadtmarketing Friedberg. Bereits im letzten Jahr haben sich beide mit dem Thema Inklusion beschäftigt: “Inklusion. Mehr Chancen für alle?“ war das Thema einer Veranstaltung im September 2012. Die Anwesenheit von nahezu 400 Personen hat die Bedeutung und die Brisanz der Thematik öffentlich deutlich gemacht.

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